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Die Geschichte des Ortsvereins

Peter Volz

Der Ausgang des Krieges 1918 verschlechterte die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter im Kohlen- und Eisenrevier. Große Schwierigkeiten ergaben sich aus den Aufrechnungsverfahren von Knappschaftspensionen und Unfallrenten. Den Arbeitern wurde das Recht der Beschwerde, der Petitionen und die Anregung zu Gesetzesinitiativen entzogen. Verbesserungen für die Arbeiter wie im Deutschen Reich gab es im Saargebiet nicht. Die Arbeiter an der Saar fügten sich den Machtverhältnissen. Der innere Widerstand  aber entlud sich fünf Jahre nach Kriegsende im Jahre 1923 im 100-tägigen Streik. Die soziale und arbeitsrechtliche Absicherung sahen die Saarbergleute nur dann für möglich, wenn starke Parteien einen größeren politischen Einfluss nehmen könnten. Die Hüttenarbeiter vertraten die gleiche Meinung. So war es verständlich, dass die Idee für die Gründung einer Sozialdemokratischen Partei lebendig waren und diese in dem turbulenten Jahr 1923 vollzogen wurde. Jakob Schneider, seit 1920 Mitglied im Gemeinderat von Hirzweiler, war der Initiator zur Parteigründung der SPD im Frühjahr 1923. Während des Bergarbeiterstreiks wurde im Gasthaus Schöneberger der SPD-Ortsverein Hirzweiler gegründet.

 

33 Anwesende erklärten sich zum Beitritt bereit. Erster Vorsitzender wurde Jakob Schneider. Zu seinem Stellvertreter wurde Valentin Fuchs gewählt. Zu Beisitzern wurden Adolf Rixecker und Fritz Schwingel bestimmt. Die beiden jüngsten Mitglieder waren Friedrich Lauer , 20 Jahre, und Wilhelm Schmidt, 19 Jahre. Aus gesundheitlichen Gründen musste Schneider seinen Vorsitz niederlegen. An seine Stelle trat Valentin Fuchs (1926 – 1927). 1928 schied Jakob Schneider aus dem Gemeinderat aus, für ihn kam Adolf Rixecker. Nach den Gemeinderatswahlen 1929 kann die SPD drei Vertreter in den Rat entsenden: Peter Volz, Valentin Fuchs und Adolf Rixecker. Am 17. Juli 1935 endete  die Arbeit des gewählten Gemeinderates. Bis Kriegsende übernahmen von den Nationalsozialisten Ernannte die politische Verantwortung.

 

Erste demokratische Wahlen nach dem Krieg fanden am 22. September 1946 statt. Der Gemeinderat bestand aus 12 Mitgliedern, sieben gehörten der SPD an, fünf der CVP. Mit elf Stimmen und einer Enthaltung wurde Valentin Fuchs (SPD) zum Bürgermeister gewählt. Dieses Amt übte er bis 1962 aus, dann trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger Karl Wagner (SPD) wurde am 11. April 1962 einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Wie erfolgreich die Arbeit der SPD Hirzweiler mit den Bürgermeistern Fuchs und Wagner war, kann man an folgenden Zahlen sehen:

 

 

Valentin Fuchs

 

Jokob Schneider

Gemeinderatswahl am 25. Oktober 1964:

544 gültige abgegebene Stimmen

 

325 Stimmen für die SPD

Gemeinderatswahl am 20. Oktober 1968:

573 gültige abgegebene Stimmen

 

321 Stimmen für die SPD

 Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurde Hirzweiler ein Ortsteil von Illingen. An die Stelle des Gemeinderates trat der Ortsrat Hirzweiler. Dem letzten Gemeinderat mit elf Mitgliedern gehörten von der SPD an: Karl Wagner, Helmut Kremp, Josef Hinsberger, Rudolf Raber, Helmut Grob und Erwin Fuchs. Bei den Wahlen 1979 und 1984 erreichte die SPD Hirzweiler wie bisher die absolute Mehrheit und stellte mit Helmut Grob den Ortsvorsteher. Seit 1979 hatte der Ortsrat neun Mitglieder. Die SPD stellte fünf Vertreter: Helmut Grob, Manfred Raber, Rudolf Raber, Helmut Kremp und Erwin Fuchs. Die Hirzweiler SPD-Vertreter im Gemeinderat Illingen waren:

1974 – 1979

Helmut Grob

1979 – 1980

Rudolf Raber

1979 – 1999

Winfried Gesellchen

1984

Zenona Klein

1999 – heute

Joachim Fuchs

2004 – 2010

2014 - 2019

Ralf Fischer

Bis 1989 waren von der SPD im Ortsrat: Helmut Grob (Ortsvorsteher), Manfred Raber (stellvertretender Ortsvorsteher), Dieter Klein, Michael Kraemer und Erwin Schütz.

Nach den Kommunalwahlen 1989 wurden von neun Mitgliedern für den Ortsrat sechs von der SPD gewählt: Helmut Grob (Ortsvorsteher), Michael Kraemer (stellvertretender Ortsvorsteher), Anita Eberle, Sidonia Grenner, Dieter Klein und Manfred Raber.

Nach den Kommunalwahlen im Juni 1994 gehörten fünf SPD-Vertreter dem Ortsrat an: Helmut Grob (Ortsvorsteher), Michael Kraemer (stellvertretender Ortsvorsteher), Adrian Brill, Anita Eberle, Helmut Raber und Manfred Raber. Im Juli 1995 schied Anita Eberle aus dem Ortsrat aus, als Nachfolgerin wurde Erika Wedertz verpflichtet. Aus beruflichen Gründen legte Michael Kraemer 1996 das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers nieder. Für ihn wurde Helmut Raber gewählt.

Bei den Kommunalwahlen 1999 gewann die SPD im Ortsrat wieder die absolute Mehrheit und war mit fünf Mitgliedern vertreten. Nur wenige Stimmen fehlten zu einem sechsten Mandat. Wieder wurden Helmut Grob zum Ortsvorsteher und Helmut Raber zum Stellvertreter gewählt.

Nachdem Helmut Grob seit Mai 1975 das Amt des Ortsvorstehers ausübte, wollte er dieses Ehrenamt einem jüngeren Ortsratsmitglied der SPD anvertrauen. Einstimmig schlug die SPD Helmut Raber zum Ortsvorsteher und Michael Kraemer zum Stellvertreter vor. In einer öffentlichen Sitzung am 6. September 2001 im Gemeindehaus wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung Helmut Grob verabschiedet. Helmut Raber und Michael Kraemer wurden mit Mehrheit vom Ortsrat in die vorgeschlagenen Ämter gewählt.

Im Jahre 2009 wurde durch den Ortsrat nach der Kommunalwahl Helmut Raber im Amt des Ortsvorstehers erneut gewählt. Sein Stellvertreter wurde Ralf Fischer. Auch bei der Kommunalwahl im Jahre 2014 sicherte sich die SPD mit 6 Sitzen die Mehrheit im Rat. Bis 2017 war Helmut Raber und Ralf Fischer Ortsvorsteher und Stellvertreter. Im Juli 2017 fand eine Amtsübergabe an Ralf Fischer statt, der vom Ortsrat in dieses Amt gewählt wurde. Sein Stellvertreter wurde Michael Kraemer. Ralf Fischer bewirbt sich bei der Kommalwahl 2019 auf Platz 1 der SPD Ortsratsliste erneut als Ortsvorsteher-Kandidat.



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